Wenn Kinder mit Hunden aufwachsen

Ich liebe Tiere! Schon als Kind war ich neidisch auf alle Kinder, die mit einem Tier aufwachsen durften und sehnte mich nach einem pelzigen Gefährten. Seit ich selber Haustiere habe, weiß ich, dass meine Vorstellung damals sehr romantisch gewesen ist und Kinder und Haustiere nicht immer miteinander harmonieren. Oft genug bekommt man mit, wie sich Kinder ein Haustier wünschen und die ganze Arbeit, das so ein Tierchen macht, dann an den Eltern hängen bleibt. Trotzdem blieb mein Kindheitswunsch und still und heimlich wünschte ich mir, dass mein Kind später mal die Chance hat, mit Tieren aufzuwachsen. Und genau dieser Wunsch erfüllt sich gerade. Ob das jetzt so ist, wie ich mir das als Kind erträumt habe und wie das bei uns so klappt, möchte ich euch heute gerne berichten.
Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, zählt zu unserer kleinen Familie eine Mopsdame namens Emma. Sie ist seit Anfang 2012 bei uns und erfüllt fast jedes Klischee eines Mops. Fast, weil sie Veränderungen nicht mag und fremde Menschen so gar nicht ab kann. Ja und auch Kinder haben sie regelmäßig in Angst und Schrecken versetzt. Dementsprechend groß waren unsere Bedenken und Befürchtungen, als ich schwanger war. Emma hat vor allem gegen Ende der Schwangerschaft unsere Bedenken nochmals verstärkt, jede Ungezogenheit, die ihr einfiel holte sie hervor und auf mich hörte sie überhaupt nicht mehr. Wir waren ehrlich gesagt innerlich schon darauf gefasst Emma abgeben zu müssen. Aber schon kurz nach der Geburt zeigte sich, dass all unsere Bedenken und Befürchtungen völlig umsonst gewesen sind.
Emma kuschelte sich von Anfang an zu Sophia und mir, wenn wir auf dem Sofa saßen. Je agiler und mobiler Sophia wurde, desto mehr interessierte sie sich für unseren Vierbeiner. Was lachte sie, sobald Emma in ihr Blickfeld kam und ich glaube, Emma genoss die Aufmerksamkeit. Als Emma feststellte, wie gut Babyfüßchen schmecken (Emma ist Fußfetischistin. Nackt Füße muss sie einfach ablecken), war das Eis restlos gebrochen. Und als das Kind zu essen begann und jede Menge herunterfiel, tja seit dem ist es die ganz große Liebe zwischen den beiden. Emma lässt sich alles gefallen, sei es, dass Sophia sie mit Essen vollstopft (geht ja auch gar nicht, dass die arme Emma hungern muss), oder Sophia Emmas Maul untersucht und mit ihren kleinen Fingerchen darin rumpuhlt.

Doch wie kriegen wir die Bedürnisse der beiden unter einen Hut?
Auch wenn Emma alles mitmacht und über sich ergehen lässt, braucht sie doch hin und wieder ihre Ruhe. Daher haben wir ihr einen Rückzugsplatz geschaffen, wo Sophia (noch) nicht ohne weiteres hinkommt. Sie geht dann auch einfach, wenn es ihr zuviel wird. Gleichzeitig versuchen wir natürlich Sophia zu vermitteln, was im Umgang mit Emma alles ok ist. Am Schwanz ziehen, hauen oder ihr Fressen wegnehmen gehen gar nicht. Noch hat Sophia das nicht verstanden und ihre Liebkosungen fallen öfter mal rabiat aus, aber ich erkläre ihr dann immer, warum das nicht gut ist und ich denke, dass sie das irgendwann versteht und akzeptiert. Und da war eine goldene Regel immer beachten, ist dies in meinen Augen ein ganz guter Weg.
Was unsere Goldene Regel ist?

Niemals Kind und Hund unbeaufsichtigt zusammen lassen!

So kann ich sofort einschreiten, wenn einer der Beiden doch mal eine Grenze überschreiten sollte. Und ja, das ist durchaus schon vorgekommen, wenn auch nur ein einziges Mal.

Ansonsten hat sich Emma, wie wir anderen auch, erstmal an den anderen Tagesablauf mit Kind gewöhnen müssen. So geht es nicht mehr sofort nach dem Aufstehen erstmal kurz raus, sondern erst wird gefühstückt, Kind gewickelt und angezogen und dann erst gehen wir raus. Zu Fressen gibt es meist auch erst abends, damit Emma in Ruhe fressen kann. Der Spaziergang am Nachmittag lässt sich dagegen wunderbar miteinander kombinieren, so war nicht nur gleich der Hund Gassi, sondern das Kind wurde auch gleich noch gelüftet.
Tja und der Rest ist dann doch so ein bisschen, wie ich es mir als Kind erträumt hatte.

 

 

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3 Gedanken zu “Wenn Kinder mit Hunden aufwachsen

  1. Kathi schreibt:

    Ach wie toll. Jetzt bin ich gerade ein bisschen traurig, denn wir mussten unsere Betty einschläfern lassen, als die Große 6 Monate alt war. Das ist jetzt schon fast 3 Jahre her und mir fehlt die Hundemaus immer noch.

    • ErbstückLiebe schreibt:

      Wie schade! Wir fürchten uns auch schon ein bisschen vor dem Moment, wenn Emma gehen muss. Das wird jetzt mit Kind sicherlich noch schwieriger, als es ohnehin schon sein wird.

      • Kathi schreibt:

        Ja, das wird hart. Insofern war es schon „gut“, dass wir Betty gehen lassen mussten, als die Große noch kein Jahr alt war. Sie kennt Betty also heutzutage nur von Fotos und musste nicht Abschied nehmen.

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