Pädagogisch wertvolles Spielzeug. Ein paar Gedanken.

Zwischen den Jahren hatte ich mich mit einer Mutter aus meinem Geburtsvorbereitungskurs am Spielplatz verabredet. Ich hatte einfach keine Lust wieder einmal alleine am Spieltplatz rumzustehen. Die ganzen Tage zuvor hatte es frühlingshafte 10°C +, an diesem Tag hatte es natürlich das erste Mal richtig gefroren und es war richtig eisekalt. Nach kurzer Zeit am Spielplatz schlug diese Mutter vor, doch zu ihr zu gehen und da es wirklich eklig kalt war, stimmte ich zu. Es war auch wirklich nett, wir haben uns gut unterhalten und die Kleinen haben schön gespielt, wenn auch eher mehr oder weniger zusammen. Und trotzdem hat mich dieser Besuch nachdenklich gestimmt.

Als wir bei ihr das Wohnzimmer betraten, war mein erster Gedanke: „oh wow!“ Es war über und über mit allem möglichen Plastikspielzeug gefüllt. Kaum waren wir angekommen und saßen, zog die Mutter auch diverse batteriebetriebene Exemplare hervor und schaltete diese an, um die Kinder zu unterhalten. Nicht nur mir war das zuviel (eine normale Unterhaltung war nur noch mit gehobener Stimme möglich), auch meine Tochter war sichtlich erschlagen. Während das andere Kind fleißig Knöpfe drückte um Melodien erklingen zu lassen, schaute Sophia nur verständnislos und wandte sich ein paar Bällen zu. Wir fühlten uns beide nicht ganz wohl.
Klar haben auch wir Spielzeug, das auf Knopfdruck Geräusche macht. Aber das sind genau zwei Sachen (die Bücher nehme ich jetzt mal aus), die auch eher unter meinem Protest eingezogen sind und von dem auch eines fast nie bespielt wird (das andere ist das Bobbycar, das ein Lenkrad mit Knöpfen für Hupe und Motorengeräusche hat). Ansonsten mögen wir eben vor allem Holzspielsachen, Stofftiere und Bücher. Es ist ja nicht nur, dass sich Spielsachen aus natürlichen Materialien viel schöner anfassen, sondern es lässt sich damit einfach auch vielfältiger spielen. Während ich also vor mich hin sinniere über Spielsachen, stoße ich beim MamaMonday auf dem tollen Blog Littleyears auf einen Artikel in der FAZ, der sich mit der Frage nach pädagogisch wertvollem Spielzeug beschäftigt und mich in meiner Sicht unheimlich bestärkt. Es geht eben nicht nur darum besonders „öko“ zu sein oder katalogtaugliche Spielzeug zu haben.

Alledings finde ich es wesentlich schwieriger passendes Spielzeug aus Holz oder anderen natürlichen Materialien zu finden, dessen Anschaffung sich auch lohnt. Denn sind wir mal ehrlich, meist kosten gerade diese Teile wesentlich mehr, als das blinkende und lärmende Äquivalent aus Plastik. Gerade wenn man nicht unbedingt viel ausgeben kann, will es gut überlegt sein, ob es sich auch lohnt mehr auszugeben. Natürlich spielt auch der Charakter des Kindes eine Rolle, welches Spielzeug nun beliebt ist und welches nicht. Dennoch habe ich mir überlegt, dass ich euch Ende jeden Monats Sophias Favoriten vorstelle. Als Anregung, ob das auch was für euch wäre oder auch als Tip, falls ihr auf der Suche nach einem Geschenk seid. Unter der Kategorie aus Sophias Kinderzimmer findet ihr also ab Ende diesen Monats all unsere Spielzeugfavoriten.

  

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3 Gedanken zu “Pädagogisch wertvolles Spielzeug. Ein paar Gedanken.

  1. Lara schreibt:

    Hehe, das kenne ich, eine Freundin hat zu Hause auch eine riesige Sammlung an Plastik-Bling-Bling Spielsachen. Ich muss sagen, ich finde das als Abwechslung gar nicht so schlecht, dann müssen wir nicht mal ähnliches anschaffen. 😉 Und A. kann sich dort austoben, nach den Besuchen bin ich wieder froh, in unserer leiseren Spielumgebung zu sein.
    Ich denke auch, dass es nichts bringt Plastikspielzeug zu verteufeln, es ist nicht alles bling-bling und nervig, zum Glück. 🙂 Wie bei so vielem anderen, die Mischung macht es!
    Ich gebe dir aber recht, es ist gut sich Gedanken zu machen, welches Spielzeug man braucht und kaufen sollte.

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