Familienbett ja … aber

Gerade wird, angestoßen durch einen Beitrag von Stadt-Land-Mama, das Thema Familienbett in der Mamablogger Welt heiß diskutiert. Da es auch bei uns ein nicht ganz unumstrittenes Thema ist, habe ich das sehr gespannt mitverfolgt. Und mal abgesehen davon, dass ich es sehr schade finde, dass in solchen Diskussionen immer auch persönlich geschossen wird, habe ich einige Fragen dazu.

Ich selber bin weder strikt dafür noch dagegen. Mir macht es nichts aus unser Bett mit allen Familienmitgliedern zu teilen, auch wenn es manchmal etwas eng wird und ich meine Bettdecke vor etwaigen Übergriffe und/oder Diebstählen beschützen muss. Und im Moment praktizieren wir auch das Familienbett, einfach weil es sich so ergeben hat (gut ich gestehe, ich bin beim nächtlichen Stillen immer darüber eingeschlafen und dann eben Frühs mit Baby im Arm erwacht und so hat sich das eingeschlichen). Nun gibt es aber zwei Dinge, von denen ich gerne wüsste wie sie andere handhaben, die ebenfalls das Modell Familienbett leben.

Nummer eins ist: wann gehen eure Kinder ins Bett und wo? Ich bin nämlich der Meinung, dass mein Kind nicht erst um 23 Uhr mit mir ins Bett gehen sollte, sondern um 20 Uhr. Zum einen, weil die Kleine ihren Schönheitsschlaf äh Wachstumsschlaf braucht und zum anderen, und das mag jetzt sehr egoistisch klingen, ich auf kurz oder lang abends die zwei, drei Stunden für mich brauche. Daher haben wir vor ein paar Tagen angefangen die Herbstdame um 20 Uhr rum, wenn wir merkten sie wird müde, ins Bett zu bringen. Und zwar in ihr eigenes. Natürlich schreit sie noch viel und auch wenn ich neben ihr am Bett sitze, ihre Hand halte und ihr gut zu rede dauert es eine ganze Weile bis sie sich beruhigt. Und damit kommen wir zu Punkt zwei.
Sollte ich meinem Kind nicht die Chance geben zu lernen auch ohne Mama einzuschlafen? Ich meine damit nicht das Kind alleine vor sich hin schreien zu lassen. Sobald sie schreit sitze ich wieder bei ihr am Bett und lass sie wissen, dass ich da bin. Aber wenn ich sie dann jedes Mal wieder aus dem Bettchen nehme und sie rumtrage, riskiere ich dann nicht, dass sie den Sprung in das selbstständige Einschlafen verpasst? Remo H. Largo schreibt dazu ganz treffend in seinem Buch „Babyjahre“ : „Wenn das Kind selbstständig einschlafen kann, ist es von seiner Umgebung weniger abhängig und fühlt sich weniger verlassen, wenn es nachts allein im dunklen Zimmer aufwacht. Selbstständigkeit gibt auch Sicherheit.“ (Remo h. Largo, Babyjahre. Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren, München 2007, S. 221). Und irgendwie finde ich, hat er recht. Nur wir bringe ich meinem Kind bei, dass es ohne Furcht alleine einschläft? Momentan befinde ich mich in dieser Hinsicht in einem goßen Zwiespalt. Ich möchte meine Kleine nicht schreien lassen, aber sie jeden Abend im Tragetuch schlafen zu lassen bis ich ins Bett gehe ist auch keine Lösung.

Sicherlich gibt es hier kein Allheilmittel und nicht DIE eine Methode, trotzdem liebe Mamis, wie handhabt ihr diese ganze Problematik mit dem um acht Uhr ins Bett gehen? Was ist eure Meinung, vorallem zu dem zweiten Punkt?

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2 Gedanken zu “Familienbett ja … aber

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