Gesunde Ernährung in den erste 1000 Tagen – Teil1: Schwangerschaft

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Ich gestehe, ich bin der Typ Mensch, der isst worauf er gerade Lust hat und was mir schmeckt. Und ich gestehe weiterhin, dass das lange Zeit sehr sehr einseitig war. Klar habe ich gewusst, dass es ungesund ist zu viel Süßes (also Zucker) zu essen und dass hin und wieder eine Portion Obst oder Gemüse ganz gesund ist. Irgendwann habe ich dann zwar angefangen das Thema etwas ernster zu nehmen, aber konnte meinen inneren Schweinehund nie soweit überwinden das ganze auch dauerhaft umzusetzten. Mit meiner Schwangerschaft änderte sich das dann doch nochmal, schließlich ging und geht es nicht mehr nur um mich und meinen Körper, sondern auch um das kleine Lebewesen das in mir heranwächst.

Die Ernährungsumstellung beginnt spätestens, wenn einem der Arzt erklärt was man nun alles meiden soll. Rohes Fleisch, Rohmilchprodukte, und was weiß ich noch alles (kann man ja inzwischen problemlos überall nachlesen). Macht man sich dann etwas kundig, wie man sich nun ernähren soll, so wird einem eine gesunde und ausgewogene Ernährung empfohlen. Doch was genau bedeutet das und warum ist es so wichtig?
In unserer heutigen Gesellschaft spielen Allergien und Krankheiten wie Diabetes eine immer größere Rolle. Dass diese in einem Zusammenhang mit unserer Ernährung stehen ist kein Geheimnis mehr. Es ist sogar so, dass die Wissenschaft inzwischen davon ausgeht, dass die Ernährung in den ersten Lebensphasen (genauer gesagt den ersten 1000 Lebenstagen) neben Umweltfaktoren einen entscheidenden Beitrag zu unserer späteren gesundheitlichen Verfassung leistet. Vereinfacht gesagt: Leidet man z.B. in der Schwangerschaft unter einem erhöhten Blutzuckerspiegel geht das auf das Kind über, dessen Organe sich das merken und so auch später zu Übergewicht und Diabetes neigen. Der Grundstein für eine gute Gesundheit wird also schon in der Schwangerschaft gelegt.

Dafür den richtigen Weg zu finden ist allerdings nicht ganz einfach. Denn was ist denn gesund und ausgewogen? Wie lässt sich das mit meiner persönlichen Einstellung zum Essen vereinbaren? Muss ich jetzt auf all die kleinen (und größeren) Essenssünden verzichten? Diese Fragen haben mich lange beschäftigt.
Letztendlich muss natürlich jeder selbst entscheiden in wie weit man seine Schwangerschaft als Anlass nimmt sich Gedanken über seine Ernährung im Allgemeinen zu machen und vielleicht dauerhaft etwas zu ändern. Im Endeffekt reichen aber ein paar kleine Kniffe um schon in der Schwangerschaft einen guten Grundstein zu legen. Die, in meinen Augen, hilfreichsten habe ich für euch zusammen gefasst:

  • Nicht doppelt so viel, sondern doppelt so gut essen!!!
    Das ist in meinen Augen die wichtigste Regel. Auch wenn immernoch viele behaupten man müsse jetzt für zwei essen, so ist diese Ansicht schon lange überholt. Zwar steigt der Energiebedarf, aber das Mehr lässt sich schon mit einer Hand voll Nüsse decken. Weil aber auch der Bedarf an verschiedene Nährstoffe und Vitamine steigen lohnt es sich absolut in qualitätvollere Produkte zu investieren.
  • Frühstücken!
    Für mich ist es die wichtigste Mahlzeit des Tages. Es legt eine wunderbare Grundlage um optimal in den Tag zu starten. Und auch wenn einen die Überlkeit quält ist so eine Tasse Tee und vielleicht ein Keks dazu doch sehr wohltuend.
  • Ausreichend Trinken
    Ich bin eine sehr schlechte Trinkerin, doch in der Schwangerschaft merkte ich deutlich wie mein Bedarf anstieg. Wer wie ich nur ungern Wasser pur trinkt, kann sich mit Tee Abhilfe schaffen. In der kälteren Zeit natürlich warm und im Sommer schön gekühlt. Aber Achtung: Nicht zu viel Schwarz- oder Grüntee trinken wegen des Koffeins! Lieber zu den Klassikern wie Kamille oder Pfefferminze greifen.
  • Kleine Snacks zwischen durch
    Vorallem jetzt im letzten Drittel habe ich ständig Hunger. Daher habe ich eigentlich immer einen Apfel oder eine Banane griffbereit. Also einfach Obst oder auch Gemüse (z.B. Karottensticks) als Snack bereithalten und schwupp hat man sogar noch was für seine Vitaminzufuhr getan.
    Pssssst nicht verraten, aber hin und wieder muss es auch mal Schokolade sein.
  • Trinkt Smoothies!
    Ein wahres Wunderwerk und gerade sehr im Trend! Schmecken lecker und sind gesund und wer zu faul ist sich jeden Tag einen selber zu mixen (wie ich) kann inzwischen in jedem Supermarkt eine gute Auswahl an frisch gepressten Säften finden. So gibt es bei mir jeden morgen ein Glas leckeren Saft.
  • Sündigen erwünscht!
    So lange man sich nicht ausschließlich von Nutella oder dergleichen ernährt, ist hin und wieder Schokolade sogar ganz gut. Weil es einfach glücklich macht. Und weil es einfach manchmal sein muss, den Gelüsten nachzugeben.

Die Pizza beim Italiener oder das Schnitzel in der Gastwirtschaft nebenan sehe ich übrigens nicht als Sünde. Wie heißt es so schön: Die Menge macht das Gift. So lange man darauf achtet auch an die tägliche Portion Vitamine zu denken, ist das alles kein Problem. Wie gesagt, jeder muss selbst sein Gleichgewicht in dieser Frage finden. Und auch wenn ihr eigentlich gar keine Lust habt euch gesünder zu ernähren und lieber auf das Obst und Gemüse verzichten würdet um stattdessen zu Fertigpizza und FastFood zu greifen: Es sind doch nur 40 Wochen! Eine wirklich absehbare Zeit in der man durchaus mal auch an das kleine Menschlein in sich denken kann. Danach kann man ja mit sich selbst wieder machen was man will!

 

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