Die Suche nach dem Kinderwagen

Schon zu Beginn stellte sich heraus, dass die Suche nach unserem zukünftigen Kinderwagen alles andere als einfach sein würde. Ich hatte relativ genaue Vorstellungen was ich NICHT haben wollte (weißes Möchtegern-Leder, überhaupt helle Farben) und mein Mann beäugte die Technik und die Verarbeitung mehr als kritisch.
Viele Fabrikate wirkten sehr unstabil (die Kleinen hampeln ja doch öfter mal rum, wenn sie etwas größer sind), die Bremsen waren auch eher mäßig und allgemein hat uns kein Konzept so wirklich angesprochen. Ehrlich gesagt sah ich schon, wie mein Mann den Kinderwagen selbst baute. Unser Leid klagten wir Bekannten, die zu diesem Zeitpunkt ebenfalls ein Kind erwarteten und bekamen ein paar tolle Tips wo wir uns umsehen sollten.

Da wir schon öfter von den teilweise sehr langen Wartezeiten auf Kinderwägen gehört hatten, beschlossen wir uns schon sehr früh darum zu kümmern. Einfach damit wir genug Zeit hätten um uns in Ruhe umzusehen und später nicht fürchten müssten den Kinderwagen nicht rechtzeitig zu bekommen.
Nachdem wir wie gesagt uns schon etwas in den ganzen Babyabteilungen umgesehen hatten, folgten wir dem Tip von Bekannten und fuhren zu dem Fabrikoutlet des Kinderwagenherstellers Gesslein. Nach etwas Suchen (ja manchmal sieht man einfach nicht was direkt vor der Nase ist) und etwas Wartezeit (leider sind die Öffnungszeiten etwas komisch) schlenderten wir also in Ruhe durch den Ausstellungsraum. Mein Mann hatte sich im Vorfeld auf der Internetseite der Firma schon etwas schlau gemacht, so dass wir gezielt nach den für uns in Frage kommenden Modellen schauen konnten. Unser erster Eindruck viel auch schon mal ganz ok aus, so dass wir das Angebot der Verkäuferin uns die Modelle vorzuführen dankend annahmen. Und an dieser stelle muss ich sagen, dass uns als „Neulinge“ auf diesem Gebiet erstmal die Spucke weg blieb. Zum einen was so ein Kinderwagen alles kann und zum anderen wie locker-flockig der Verkäuferin die Handhabung fiel. Klar, sie macht das jeden Tag mehrmals und weiß aus dem FF welchen Knopf sie für was drücken muss. Dennoch beeindruckte uns wie durchdacht das System wirkte. Auch unsere Sorgen in Punkto Stabilität und Sicherheit waren schnell beseitigt, so dass wir spontan entschlossen gleich unseren Kinderwagen zusammenzustellen und zu bestellen. Wir testeten also noch ein bisschen welche Ausführung und technische Zusammenstellung uns zu sagte, welchen Schnick-Schnack wir wollten (Oh Gott, da gibt es ja auch tausend Sachen) und natürlich auch welches Design. Tja und Zack, naja gut nach über zwei Stunden, hatten wir unseren Kinderwagen bestellt.
Nach 4 Wochen sind wir dann ein weiteres Mal hingefahren um unseren fertigen Kinderwagen abzuholen. Zwischendrin sind uns noch zwei Dinge eingefallen, die wir dazu haben wollte, was dann vor Ort auch kein Problem war. Etwas getrübt wurde unsere Freude daheim, als wir den Kinderwagen auspackten und montierten (übrigens ganz easy) und feststellten, dass eine Naht im Verdeck in einer Länge von 10cm nicht geschlossen war. Mit einem Anruf war das aber auch schnell geklärt und so fuhren wir nocheinmal mit dem Teil hin (hätten es aber auch hinschicken können) wo es sofort vor Ort in kürzester Zeit genäht wurde. War also gar kein Thema und weil das ohne großes Tam-tam ging bin ich auch hier eigentlich positiv von der Firma angetan.

Und weil euch jetzt bestimmt die ganzen Daten interessieren, hier noch eine kurze Ausführung:
Wir haben uns für das Modell F6 Air+ entschieden, das Baugleich zu dem F10 Air+ ist.
Das Modell verfügt über eine Wechselachse, so dass man zwischen starren, großen Vorderrädern für Feldwege und dergleiche und etwas kleinern Schwenkrädern für das Städtische Gebiet in Nullkommanichts wechseln kann. Man kann außerdem den Lenker abknicken, so dass auch verschieden große Personen bequem Schieben können. Es gibt dazu auch einen Adapter, so dass man statt dem üblichen Aufsatz auch die Babyschale auf das Schiebegestell aufsetzten kann (in unserem Fall ein MaxiCosi). Schwenkschieber und Easy-Klick-System überzeugten uns ebenfalls. Angetan war mein Mann von den Rädern, er murmelte irgendwas von wegen die gleichen würden bei Golfkarts verwendet werden und seien sehr stabil, von der Federung (die einstellbar von hart auf weich ist) und von der Verzögerungshandbremse. Uns beide gefällt vorallem auch, dass man den Aufsatz ganz leicht etwas höher setzten kann, so dass das Kind höher sitzt/liegt. Ein Wetterschutz ist inklusive. Außerdem entschieden wir uns für eine C1-Lift Tragetasche, einen Fußsack (Winterbaby!), einen Muff-Handwärmer und ein Sommerpaket.

Preislich liegt der Kinderwagen im Oberen Mittelfeld, es gibt günstigere, aber auch deutlich teuerere. Es lohnt sich auf jeden Fall sich vorher etwas zu informieren und sich klar zu machen auf was man wert legt und wo man mit dem Wagen später überall rumdüsen wird.
Da das Angebot wirklich enorm ist und das nicht nur bei den Kinderwägen, sondern bei allem Rund um das Kind, habe ich noch einen kleinen Tipp für euch. Die Plattform miBaby bietet einen tollen Service. Hier erhält man einen guten Überblick was man wirklich braucht und hat gleichzeitig eine Beratung in Form von Zusammenfassungen von verschiedenen Testberichten und Meinungen von Experten. Und für die Schnäppchenjäger: man kann auf dieser Seite auch gleich schauen wo das Produkt momentan am günstigsten ist.

Tja und unser Kinderwagen wartet bei meinen Eltern auf den künftigen Einsatz und ich schaue ihn jedes Mal ganz verliebt an. Er steht übrigens nicht bei uns, weil meine Mutter meinte es bringe Unglück wenn der Kinderwagen vor dem Kind daheim ist …
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