Elternblogger MeetUp in Nürnberg

Fast hätte ich es ganz vergessen, so in meinem Alltagstrubel, aber zum Glück kam Anfang der Woche eine Erinnerung … am Samstag fand das erste Elternbloggermeetup in Franken statt, bei dem ich unbedingt dabei sein wollte. Denn bisher fühlte ich mich sehr alleine hier im Elternbloggerkosmos. Irgendwie hat man ja immer nur die Großen aus Berlin, München, Hamburg und Co auf dem Schirm, die sich auch regelmäßig bei den Bloggerevents in eben diesen Großstädten treffen und austauschen. Hier in Franken ist dagegen eher tote Hose. Sei es was Events betrifft, als auch andere Blogger. Dachte ich.
Ich war also wirklich sofort begeistert, als ich auf Anke und ihren Blog stieß UND auch noch erfuhr, dass sie ein Bloggertreffen für Elternblogger aus Franken organisiert.

Und genau bei diesem Treffen war ich am vergangenen Samstag.
Es ging nach Nürnberg, wo mitten im Stadtpark das PARKS als Location diente. Dort gab es nicht nur ein tolles Buffet, sondern auch eine Spielecke für unsere Kleinen, so dass wir die Kinder problemlos mitbringen konnten.
Was soll ich sagen … es war einfach herrlich. Endlich einmal andere Elternblogger kennen zu lernen, die sogar noch aus meiner Nähe kommen! Gleich zu Beginn ergaben sich interessante Gespräche rund um´s Bloggen und nach einer kurzen Vorstellungsrunde vertieften sie sich. Oftmals kannte man sich vorher bereits aus den sozialen Medien und konnte nun die Personen zuordnen. Ziemlich spannend. Auch sehr spannend war zu hören, dass viele ähnliche Überlegungen machen wie man selbst in Bezug auf das Bloggen.  Es hat mir viel neuen Aufschwung gegeben. Besonders gefreut hat mich, dass wir uns alle einig waren uns mehr vernetzten und in Zukunft auch mal ein paar Aktionen zusammen machen zu wollen. Insofern kann ich sagen, dass das erste Elternblogger MeetUp in Franken ein voller Erfolg war!

Ein ganz herzlicher Dank geht an Anke, die das ganze erst möglich gemacht hat und natürlich an die vielen Sponsoren. Übrigens: Die Goodiebag war der absolute Hammer! Ich selber bin gar nicht dazu gekommen sie richtig auszupacken, denn kaum daheim haben sich mein Mann und Sophia darauf gestürzt.

Mit dabei waren: Wiktorias Life, Birgit schreibt, Radio Mama, Geliebte Ordnung, Kinderleute, Mini und Mami, FaBa Familie, Mama und die Matschhose, Vivabini, Ich lebe jetzt und Papazeit. Wenn euch auch die Berichte der anderen interessiert, dann schaut doch mal hier vorbei, dort sind alle verlinkt!

Dank meiner Tochter bin ich stärker geworden!

Mutter zu werden, zu sein verändert. Es ist eine völlig neue Aufgabe und fordert einen auf eine so andere Art und Weise als alles bisher. Man ist immer noch man selbst und doch auf einmal ein ganz neuer Mensch. Mutter eben.
Ich habe mir immens viele Gedanken darüber gemacht, wie ich mich wohl mit der Geburt meiner Tochter verändern werde. Aber immer nur hinsichtlich meiner Kompetenz als Mutter. Beziehungsweise habe ich irgendwie geglaubt, dass ich so bleibe wie ich bin und nur um das Feature „Mutter“ erweitert werde. Äh … ja. Ehrlich gesagt habe ich mich am Anfang sogar sehr darum bemüht, dass das so ist, aber ich musste dann doch irgendwann einsehen, so einfach ist das nicht. Man ist eben nicht man selbst + die Eigenschaft Mutter, sondern macht eine enorme Entwicklung durch.

Zumindest mir ist es so ergangen. Schon mit der Schwangerschaft hat sich ein Prozess in Gang gesetzt, der mich vor ein paar Tagen irgendwie total von den Socken gerissen hat! Das klingt jetzt dramatischer als es ist, aber mir ist einfach das erste Mal so richtig bewusst geworden wie sehr ich mich verändert habe. Ich bin nicht einfach nur Mutter geworden, sondern auch wesentlich stärker!
Stärker in der Hinsicht, dass ich für mich und meine Rechte einstehen kann, nicht mehr jedem Konflikt aus dem Weg gehe, sondern auch mal deutlich sage wenn etwas für mich nicht in Ordnung ist. Wisst ihr was ich meine? Denn ich denke jedes Mal, was soll meine Tochter nur von mir lernen, wenn ich zu schüchtern bin den Mund aufzumachen? Am wichtigsten war jedoch die Erkenntnis nicht Jedermanns Darling sein zu müssen. Ich bin ich! Es ist schade, dass ich das erst jetzt erkannt habe, mir hätte das in meinen Teenagertagen sehr viel Kummer erspart.

Aber wisst ihr was? Meine Tochter ist bereits jetzt wesentlich selbstbewusster als ich. Manchmal staune ich darüber und hin und wieder beneide ich sie darum. Vor allem aber hoffe ich sehr, dass ich alles in meiner Macht stehende tun werde um ihr dieses Selbstbewusstsein zu bewahren. Und ich glaube dazu ist es wichtig, dass ich mich aus meiner Komfortzone heraus traue und mit gutem Beispiel voran gehe. Es heißt nicht umsonst eine Löwenmama zu sein und ich werde daher meinem Sternzeichen alle Ehre machen und eine richtige Löwin werden! Für dich meine Tochter, aber ganz besondern einfach für mich!

DIY: Eine Puppentrage für die Puppenmama

Schon vor einer Weile hatte ich mir vorgenommen für Sophia eine Puppentrage zu nähen. Denn meine kleine Puppenmama trägt ihre Maxi und ihre Fidi (unsere zwei Puppenmädels) eigentlich ständig durch die Gegend. Einmal hatte ich ihr mal eben, so nebenbei, mit einem meiner Halstücher eine provisorische Trage gebastelt und seitdem versuchte sie es immer wieder, was nur mäßig funktionierte. Eine Trage musste also her.

Auf Ideensuche habe ich etwas bei Pinterest gestöbert und habe zwei Puppentragen gefunden, die meinen Vorstellungen entsprochen haben. Diese hier, weil sie unserer FlyTai Trage sehr ähnlich sieht und dieser hier, weil mir die Lösung für das Selbstständige Anlegen gefallen hat.
Da bei der ersten Variante ein Schnittmuster zur Verfügung gestellt wird (hier nochmal der direkte Link mit kompletter Anleitung), habe ich diesen als Vorlage genommen. Ansonsten habe ich eigentlich alles an Material daheim gehabt:

  • Baumwollstoff
  • 2 Putztücher (bekommen wir immer als Werbegeschenk) als Vliesersatz
  • Gummiband

Einzig Klettverschluss hatte ich nicht da.

Ich hab also das Schnittmuster auf meinen Baumwollstoff und das Putztuch übertragen und ausgeschnitten und anschließend die Bänder gebastelt. Als erstes habe ich dazu bei meiner Tochter gemessen, wie lang das Gummiband sein darf, dass sie sich später über den Kopf ziehen wird zum Anlegen der Trage. Dann habe ich einen Stoffschlauch genäht, in den ich den Gummi eingezogen habe (ACHTUNG! Der Stoffschlauch muss um einiges länger sein als der Gummi, damit sich dieser nachher auch dehnen kann). Für die unteren Bänder habe ich fünf Zentimeter breite Stoffstreifen wieder mit meinem Putztuch gefüttert, gewendet und Füßchenbreit abgesteppt. Die Länge habe ich ehrlich gesagt frei Schnauze gewählt, da nur eine Seite „draußen“ bleibt, lässt sich das zum Schluss nochmal sehr gut anpassen. Nun habe ich alle Bänder und den Gummi an der Trage festgesteckt und alle Teile rechts auf rechts (Bänder und Gummi nach innen legen) bis auf eine Wendeöffnung zusammengenäht. Dann muss nur noch gewendet werden und die Wendeöffnung geschlossen und schon ist die Puppentrage fertig. Eigentlich hatte ich vor an den Unteren Bändern Klettverschluss anzunähen, damit Sophia sie wirklich komplett selber anlegen kann, aber in Ermangelung des Klettes wird jetzt erstmal mit Mamas Hilfe gebunden.

Für die Puppentrage habe ich einen Mittagsschlaf lang (also eine knappe Stunde) gebraucht und meine kleine Puppenmama war super glücklich als sie endlich ihre Puppen ordentlich tragen konnte.

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2017 Erinnerungen schaffen

Endlich bin ich im neuen Jahr angekommen. Irgendwie hatte ich dieses Mal so meine Probleme damit das alte Jahr abzuschließen und mich auf das Neue einzulassen. Ich weiß nicht ob das an den großen Aufgaben liegt, die dieses Jahr vor mir liegen, oder ob es schlichtweg diese hartnäckige Erkältung war, die unsere Familie seit Weihnachten fest im Griff hatte. Auf jeden Fall bin ich nun endlich soweit in´s Jahr 2017 zu blicken und den ein oder anderen Plan dafür zu schmieden.

Ein ganz großer Punkt dieses Jahr wird meine Bachelorarbeit sein. Ob ich damit noch in der ersten Jahreshälfte beginnen werde oder doch erst in der zweiten wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
Doch der größte Aspekt soll dieses Jahr definitiv auf unserer kleinen Familie liegen. Immer mehr merke ich (wie viele andere auch), dass unser Leben viel zu schnell und hektisch geworden ist. So vieles läuft nebenbei oder wird als selbstverständlich gesehen, obwohl es doch eigentlich das wichtigste ist. Gerade an den Weihnachtsfeiertagen habe ich es wieder gemerkt, wie sehr ich es genieße aktiv Zeit mit den Menschen zu verbringen, die ich liebe. Daher möchte ich dieses Jahr so viel qualitative Zeit wie möglich mit meinen Liebsten verbringen. Und das nicht nur zu besonderen Gegebenheiten, sondern möglichst jeden Tag. Natürlich stehen weiterhin viele Ausflüge und schöne Urlaube auf meinem Wunschzettel, aber ich möchte mit der gleichen Freude auch die nachmittäglichen Spaziergänge und gemeinsamen Essen mit Freunden genießen.

Mein Ziel ist es am Ende des Jahres auf viele schöne Erinnerungen zurückblicken zu können. Erinnerungen von denen wir zehren können wenn die Welt mal wieder in Angst und Grausamkeit zu versinken droht. Erinnerungen, die meiner Tochter zeigen was wirklich im Leben zählt: Das Glück zusammen zu sein. Menschen zu haben die man liebt und mit denen man Lachen kann.

Goodbye 2016!

Als Kind dachte ich ja immer, was faseln die Erwachsenen da von wegen die Zeit rast dahin, es dauert ja noch eeeeeewig bis … (Weihnachten, Geburtstag, …). Aber seit ich selbst ein Kind habe verrinnt die Zeit gefühlt im Schnelldurchgang. Dieses Jahr ist an mir so schnell vorbei gezischt, so dass ich mir öfter mal gedachte habe: Halt! Stop!

Es hat sich dieses Jahr so unheimlich viel getan. Nicht nur ist Sophia unglaubliche 15cm gewachsen, sie spricht und singt sogar inzwischen den lieben langen Tag. Im März hatten wir relativ spontan beschlossen, dass Sophia doch schon ein Jahr eher in den Kindergarten soll und haben ganz unkompliziert ab ihrem zweiten Geburtstag einen Platz in der KiTa bei uns um die Ecke bekommen. Überhaupt war deutlich zu merken, dass Sophia nun wirklich kein Baby mehr ist, sondern ein Kleinkind. Daher war eines der größeren Projekte in diesem Jahr ihr Zimmer umzugestalten. Ich muss jedoch gestehen, dass es immer noch nicht fertig ist.
Unser Aufenthalt in München direkt nach den schlimmen Ereignissen dort hat uns außerdem dazu veranlasst nachzudenken. Überhaupt haben die schlimmen Anschläge, sei es nun Nizza, Würzburg, Berlin oder sonst wo auf dieser Welt uns fragen lassen, was wir unserem Kind mitgeben können, um in solch einer Welt zu bestehen. Ich glaube leider, dass uns dieses Thema noch öfter beschäftigen wird.
Im krassen Gegensatz dazu steht die Aktion der PuppenMitmacherei, an der ich dieses Jahr teilgenommen habe. Ich habe mich so sehr darauf gefreut und es war wirklich eines der schönsten DIY Projekte in diesem Jahr.
Das Highlight dieses Jahr war eindeutig unsere kurze Reise in den Norden, wo wir anlässlich eines Familienfestes meine Cousine besuchten. Noch heute zehren wir von den schönen Erinnerungen an diesen Aufenthalt im Paradies!
Kaum waren wir zurück schlug der Alltag richtig zu. Nicht nur ging für mich die Uni wieder los, sondern es stand auch Sophias Eingewöhnung in den Kindergarten an. Mich hatten ja doch einige Gedanken noch gequält, ob Sophia wirklich schon so weit ist und ob es den gewünschten positiven Effekt überhaupt hat. Aber alle Sorgen waren unbegründet. Die Eingewöhnung lief super und Sophia geht so gerne in den Kindergarten! Einziger Negativpunkt: Wir sind seitdem dauerkrank (aktuell wieder mit dicker Erkältung).

2016, du warst anstrengend, schockierend, überraschend und doch gefüllt mit vielen schönen Momenten. Meine liebsten Instagrambilder aus diesem Jahr habe ich hier für euch:

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Mein absolutes Lieblingsfoto dieses Jahr! Warum, brauche ich sicher nicht erklären.

 

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Ich liebe unsere Spaziergänge! Sie geben mir Kraft und zu beobachten wie Sophia die Natur entdeckt ist einfach Glück pur.

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Ein Highlight war eine Puppe selbst zu erschaffen. Ich bin immer noch erstaunt was ich da schönes erschaffen habe.

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Mein kleiner Wirbelwind! Ihr Selbstbewusstsein haut mich immer wieder um.

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Wir! Unglaublich was so ein kleines Wort an Gefühlen hervorrufen kann. 

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Emma ist eindeutig ihre beste Freundin und ich bin so dankbar, dass unser Mops diese Rolle so grandios und geduldig erfüllt.

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Der Ausflug zum Barfußpfad, daran denke ich wirklich sehr gerne zurück.

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Das schönste dieses Jahr: definitiv der Besuch bei meiner Cousine im hohen Norden!

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Meine Lieblingsmenschen ❤

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Das erste Mal Kastanien sammeln 

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Ich habe dieses Jahr so gerne für sie gestrickt!

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Eigentlich immer ein Highlight: Opas Garten.

PuppenMITmacherei 2016 – Das Finale

Ohje, ich bin ziemlich spät dran! Aber bevor der Dezember (und das Jahr) vorbei ist möchte ich euch unbedingt die fertige Puppe zeigen, die im Zuge der PuppenMITmacherei entstanden ist. Dem geneigten Leser ist vielleicht aufgefallen, dass ich schon beim letzten Treffen quasi nicht anwesend war. Die Erklärung ist aber ganz simpel: Wenn es nach meiner Tochter geht, dann brauchen ihre Puppen keine Kleidung. Sie müssen eigentlich die ganze Zeit nackt sein. Dementsprechend habe ich mich mit dem Thema Puppenkleidung nicht weiter auseinandergesetzt. Aber ich bin mir sicher, dass ich dazu noch etwas schreiben werde wenn Sophia diese für sich (bzw. für ihre Puppen) entdeckt hat.
Nun aber zu meiner ersten selbst hergestellten Puppe:

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Name: Maxi
Geschlecht: Puppenmädchen
Größe: 30cm
Wegbegleiterin von: einem zweijährigen Mädchen

Ich kann gar nicht sagen wie glücklich es mich gemacht hat diese Puppe zu fertigen und erst recht zu sehen wie meine Tochter sie ins Herz geschlossen hat. Sie durfte in ihrem kurzen Leben schon einiges Erleben, z.B. eine Reise bis ans Meer. Aber auch ansonsten ist sie oft mit dabei. Leider muss sie ja immer im Adams- oder besser gesagt Evaskostüm sein, dafür wird sie aber umso liebevoller zum Schlafen zugedeckt.

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Wenn ich ganz ehrlich bin spiele ich hin und wieder mit dem Gedanken noch eine Puppe zu fertigen, aber Sophia braucht im Moment keine weitere. Das stimmt mich fast schon traurig. Umso mehr freue ich mich auf die Zeit, wenn meine Tochter die Kleidung für die Puppen entdeckt und ich Maxi und ihre Freundin einkleiden darf.

Der erste Monat Kindergartenalltag

Das waren sie nun, die ersten Wochen in der meine Tochter jeden Vormittag im Kindergarten gewesen ist. Ich muss sagen … uff. Wir waren zu Beginn alle irgendwie ein bisschen erschlagen, Sophia ganz besonders. Wenn uns jemand gefragt hat, wie denn die Eingewöhnung läuft, antwortete ich: problemlos. Aber ehrlicherweise trifft es das nicht ganz, schließlich ist das schon ein einschneidendes Ereignis, das eben nicht ohne spürbare Auswirkungen ist.

Auf einmal gibt es da morgens eine fixe Zeit zu der man (spätestens) das Haus verlassen muss. Also auch ein Wecker der klingelt und eine gewisse Routine. Aber genau diese Routine ist es auch, die es uns erleichtert hat diesen neuen Alltag anzunehmen. Das Problem bei der Eingewöhnung war nicht, dass Sophia sich von mir trennen sollte … bereits am zweiten Tag konnte ich problemlos für eine Weile gehen. Schwierig wurde es beim Abholen. Gerade am Anfang war sie dermaßen erschlagen und klammerte etwas an der Erzieherin und wenn ich dann nicht gleich zum Abholbeginn auf der Matte stand gab es viele Tränen. Selbst wenn ich sie gleich pünktlich abholte brach sie, sobald sie mich sah, in Tränen aus. In diesen Momenten war ihre Anspannung einfach zum Greifen und fiel bei meinem Anblick schlagartig von ihr ab. Aber auch das gehört seit einer Woche zur Geschichte und Sophia ist sogar oft noch am Spielen wenn ich zum Abholen komme. Und ganz ehrlich, es erfüllt mich jedes Mal so mit Glück wenn ich in den Kindergarten komme, sie noch einen Augenblick bei ihrem Tun beobachte, wie sie mich dann entdeckt und mir freudestrahlend in die Arme rennt. Inzwischen erzählt sie auch schon ansatzweise von ihrem Kindergartentag.
Trotzdem ist sie Zuhause dann sehr anhänglich. Nach wie vor ist sie hin und wieder bei der Oma, wo sie seit sie in den Kindergarten geht nach ein, zwei Stunden verlangt wieder zu mir zu gehen. Überhaupt fordert sie seitdem explizit Zweisamkeit mit mir, was sie natürlich auch bekommt und wir genießen das beide.
Denn auch für mich ist das eine Umstellung. Am Anfang war ich ehrlich gesagt etwas überfordert, wollte so viele Dinge erledigen und auch diese Zeit nur für mich etwas auskosten, dass mir die Zeit einfach davongelaufen ist. Aber auch das hat sich inzwischen eingespielt und ich teile mir die Zeit vernünftig ein. An manchen Tagen erledige ich all die Haushaltsdinge die sonst eher etwas liegen bleiben, an anderen steht nur die Uni im Vordergrund und hin und wieder mach ich auch einfach mal gar nichts.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass wir angekommen sind in unserem neuen Alltag. All meine Bedenken haben sich zerschlagen, ich kann wirklich überzeugt sagen, dass es für uns so jetzt genau richtig ist.

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DIY: Fingerlose Handschuhe für die Kleinen

Es gibt nichts schöneres als bei schönem, kalten Herbstwetter draußen unterwegs zu sein. Wir genießen einfach  die restlichen Sonnenstrahlen, bestaunen die bunte Blätterpracht und sammeln kleine Herbstschätze. Generell versuche ich so viele Nachmittage wie möglich an der frischen Luft zu verbringen, am liebsten mache ich mit meinen Liebsten einen Spaziergang durch den Wald. Jetzt da die Sonne wirklich merklich schwächer geworden ist, ist mir immer öfter aufgefallen, dass Sophia ganz kalte Händchen hatte, auch wenn der Rest des Körpers schön warm eingepackt war. Vor Kurzem kam mir dann die Idee für Sophia fingerlose Handschuhe zu stricken, so dass ihre Händchen gewärmt werden, sie aber jeden noch so kleinen Schatz am Wegrand bequem auflesen kann.
Nach ein bisschen rumprobieren hatte ich auch eine kleine Anleitung für solche Marktfrauenhandschuhe zusammengeschrieben und die möchte ich gerne mit euch teilen. Ich habe das Bündchen etwas länger gestrickt und auch den oberen Teil, zum einen damit sie etwas länger passen und zum anderen damit auch wirklich alles schön warm bleibt. Wenn euch das zu lang ist könnt ihr einfach ein paar cm weniger stricken. Sophia passen die Handschuhe wunderbar, auch am Daumen, was oft eine Schwachstelle ist. Ich hoffe ihr habt Freude an der Anleitung und sie passen euren Kleinen auch so gut!

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Anleitung für fingerlose Handschuhe für Kleinkinder (Größe ca. 2 Jahre)

6-Fach Sockenwolle (z.B. Meilenweit sechsfach special von Lana Grossa)
Nadelspiel Nr. 4
Nadel zum vernähen der Fäden

32 Maschen anschlagen und zur Runde schließen. Im Bündchenmuster (1 M re, 1 M li) 6 cm stricken, oder je nachdem wie lang ihr das Bündchen gerne hättet (ich habe es lieber etwas länger gemacht). Nun glatt rechts weiter Stricken und zwei Maschen zunehmen. Nach weiteren 2,5 cm für den Daumen die ersten%lezten 5 Maschen der Runde stilllegen und gleich wieder 5 Maschen anschlagen. Nun geht es glatt rechts weiter bis der Handschuh eine Gesamthöhe von 10 cm erreicht hat. Jetzt noch 4 Runden im Bündchenmuster und dann kann abgekettet werden.

Für den Daumen die fünf stillgelegten Maschen aufnehmen, sowie fünf Maschen aus den wieder angeschlagenen Maschen. 1. Runde Glatt rechts stricken, eventuell aus den Seiten noch je zwei Maschen (= 14 Maschen). 2. Runde 5 Maschen rechts Stricken, 2 Maschen zusammen Stricken, 5 Maschen rechts Stricken, 2 Maschen rechts zusammen Stricken. 3. bis . Runde glatt rechts Stricken, 6. Reihe Bündchenmuster, 7. Reihe abketten.

Fäden vernähen und fertig.

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Kindergarteneingewöhnung, Eckzähne und Einschlafprobleme

Ich hatte ja gewusst, dass viel auf uns zukommt diesen Herbst, oder besser gesagt diesen Oktober. Unistart, KiTa-Eingewöhnung … hätte wirklich gereicht. Aber pünktlich zum Oktoberanfang meldeten die Eckzähne ihr Kommen an, begleitet mit einer Augenentzündung. Parallel dazu griff mein Mann noch ein Projekt an und beschloss das Dach eines Nebengebäudes noch vor dem Winter neu zu decken. In Eigenleistung, so dass mein Plan, die ersten zwei Oktoberwochen mit Sophia nochmal richtig zu genießen bevor der Ernst des Lebens zuschlägt, kläglich scheiterte und ich die Vormittage mit am Dach verbrachte während Sophia ihre Oma auf Trap hielt.
Die Konsequenz daraus folgte auf dem Fuß … Sophia hatte auf einmal Probleme mit dem Schlafen. Ich muss ja gestehen, dass wir bisher sehr verwöhnt waren. Es gab kaum durchwachte Nächte, von ein paar erkältungsbedingten Ausnahmen abgesehen und auch das Einschlafen war wirklich problemlos. Angefangen hat es, dass Sophia nicht mehr alleine Einschlafen wollte/konnte. Klar kam auch das schon einmal vor, aber das beschränkte sich meist auf zwei bis drei Abende, an denen ich mich zwanzig Minuten im Zimmer aufhielt und das war es. Nun zog es sich aber über Stunden und ganz schnell reichte meine bloße Anwesenheit nicht mehr, Sophia wollte unbedingt meine Hand halten. Dass ich gleichzeitig gerade nicht so gute Nerven hatte und selbst irgendwie schlecht drauf war machte die Situation noch schlimmer. Ich muss leider gestehen, dass es an einigen Abenden eskalierte und ich wütend schreiend tobte während Sophia ebenfalls außer sich war. Der Papa versuchte zwar zwischenzeitlich das Ganze etwas zu deeskalieren, aber eher erfolglos. Logisch, dass sich das auch Nachts weiter zog. Irgendwann dachte ich, dass es so nicht weitergeht und zog die Notbremse. Dazu gehörte vor allem mir vor Augen zu führen, dass meine Tochter mich nicht absichtlich so auf hundertachtzig bringt, sondern dass gerade ganz viel in ihrem Leben passiert und ihre kleine Seele damit einfach nicht hinterherkommt. Die Eckzähne (die bisher die schlimmsten sind!), Mama ist nicht mehr den ganzen Tag da und gleichzeitig ein unheimlicher sprachlicher Sprung. Also übe ich mich in Verständnis und Geduld. Der Lohn dafür ist nächtlicher Schlaf, das Einschlafen bedarf nachwievor meiner Anwesenheit und Körperkontakt. Aber wir sind ja auch noch nicht durch mit all den neuen Entwicklungen und die Zähne spitzen bisher auch nur klitzeklein raus.

Ehrlich gesagt hatte ich mir mit diesem Hintergrund ja schon das Schlimmste bei der KiTa-Eingewöhnung vorgestellt. Ein (für sie untypischerweise) heulendes Kind, das sich nicht von Mama lösen will, sowie nächtliche Party. Sophia hat aber die ersten Tage super gemeistert und ist total Feuer und Flamme. Am ersten Tag war sie etwas überfordert, das hat man ihr deutlich angemerkt, aber kaum war sie aklimatisiert wollte sie schon nicht mehr mit heim. Inzwischen sind wie soweit, dass wir die Zeit langsam steigern, in der ich nicht da bin. So langsam stellt sich bei mir etwas Wehmut ein.
Ich bin aber auch sehr erleichtert, denn die Uni fordert mich dieses Semester sehr. Eigentlich hatte ich extra alles so gelegt, dass ich erst nach Weihnachten mit Referaten und Hausarbeiten starte und so genug Zeit habe auf Sophia einzugehen, aber wie das Leben so spielt hat sich einiges verschoben und ich habe hier mehr als 15 Bücher liegen, die ich bis Dezember durchgearbeitet haben muss.

Wie ihr also feststellt, ist hier gerade einiges los daher komme ich nicht so regelmäßig zum bloggen, wie ich es gerne hätte. Und das obwohl ich so viele tolle Themen am Start habe. Aber sie kommen alle noch, versprochen!

Studium und Mutter sein – ein Leben in zwei Welten

Nächste Woche beginnen die Vorlesungen für dieses Semester und somit geht für mich, ach was sage ich, für uns der Ernst des Lebens wieder los (für Sophia startet gleichzeitig das Leben als Kindergartenkind, aber dazu an anderer Stelle mehr). Da ich ein paar Dinge im Vorfeld abklären musste war ich die Tage schon in der Uni und irgendwie war das ein komisches Gefühl: Freude, Tatendrang, aber auch ein bisschen fehl am Platz zu sein. Das war schon in den vergangenen Semestern so, aber an dem Nachmittag fand ich in meinen Gedanken endlich die richtigen Worte dafür.

Studieren und gleichzeitig ein (kleines) Kind zu haben ist wie in zwei verschiedenen Welten zu leben.

Denn während meine Kommilitonen darüber diskutieren, welches Partyhighlight sie am Wochenende besuchen und sich darüber auslassen wie bescheiden es ist noch lernen zu müssen, während andere schon in den Urlaub aufbrechen, denke ich darüber nach, ob mein Kind die Impfung gut verträgt, wie wir am besten die nächste zahngeplagte Nacht überstehen und ob ich sie ruhigen Gewissens für vier Stunden der Oma überlassen kann um zu lernen. Ich gebe zu, manchmal ärgere ich mich dann über meine Mitstudenten, aber meist fühle ich mich einfach total deplaziert. Mein Leben dreht sich um ganz andere Dinge, ich habe eine ganz andere Verantwortung zu tragen. Vielleicht kommt auch manchmal etwas Neid hinzu. Dann wenn Sophia mich mal wieder auf die Palme gebracht hat und ich das Gefühl habe auch endlich mal wieder abends auf den Putz hauen zu wollen. Das sind aber seltene und kurze Momente.
Denn eigentlich mag ich mein Leben als Mutter. Ich liebe es, wenn Sophia sich mir nach einem halben Tag Trennung entgegenwirft, wenn sie sich an mich kuschelt und ein „Nasenbussi“ verlangt. Das ist dann auch die andere Seite vom Studentenmama-Dasein, das Kind interessiert es nicht ob Mama noch was für die Uni machen muss oder nicht. Auch mein Mann kann mit meinen Erzählungen über den Unialltag nicht allzuviel anfangen, auch wenn er geduldig zuhört. Und während sich die Dozenten und Studenten abends in den vielzähligen Kneipen zum Stammtisch treffen, sitz ich bei meiner Tochter am Bett bis sie eingeschlafen ist. Überhaupt scheinen Zuhause meine Uniprobleme oft eher unscheinbar und unwichtig.

Ich mag mein Leben so wie es ist! Ich gehe gerne in die Uni und wenn ich ganz ehrlich bin, war ich auch vor meinem Leben als Mutter keine Partygängerin. Es ist schön, dass mein Leben so erfüllt ist. Sowohl die Zeit daheim, mit meiner Tochter, als auch die Zeit in der Uni, wo mein Kopf endlich wieder gefordert wird genieße ich (fast) immer in vollen Zügen. Nur ab und an wäre es schön, etwas mehr Verständnis zu bekommen, sowohl in der Uni, als auch Zuhause. Ich lebe eben gerade in zwei Unterschiedlichen Welten.